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Musikalische Laufbahn
Geboren
wurde Joze Burnik am 2. August 1947 in Jesenice, Slowenien, einer Stadt
am Südrand der Karawanken in der Landschaft Gorenjska, Oberkrain. Seit
1975 wohnt er mit seiner Familie in Škofja Loka, 25 km nordwestlich von
Ljubljana. Akkordeon
spielt Joze seit dem 7. Lebensjahr. Als 19jähriger (1966) tritt er mit
seinem Trio zum ersten Mal im Fernsehen auf: Beim Wettbewerb
slowenischer Ensembles kommt er ins Finale, erreicht den dritten Platz
und öffnet damit die Tür für erste Aufnahmen beim RTV Ljubljana. Im
Trio, mit Gitarre und E-Bass, nimmt er vier Eigenkompositionen auf, die
es technisch bereits „in sich" haben. Nach zwei Jahren bei den
Kitzecker Musikanten (1968 bis 1970), die ihm musikalisch nicht gefallen,
beginnt Joze’s „Blütezeit" als Akkordeonist.
1970–1973: Ensemble
Miha Dovzan Mit
dem slowenischen Zitherspieler Miha Dovzan und dessen Bruder Ive (Gitarre)
führt Joze Burnik einen neuen „Sound" der volkstümlichen Musik
ein, der Zither und Gesang mit flottem Rhythmus und virtuosem Akkordeon
kombiniert. Den E-Bass spielen bei Life-Auftritten Miha und Joze im
Wechsel. Das Ensemble nimmt fünf Langspielplatten auf (Titel deutsch übersetzt):
Mein Vater, Schornsteinfeger, Der das Glück trägt, Der Wind kennt die
Wege, Miha Dovzan mit kleinem Streichorchester. Parallel
dazu entstehen mit dem Ensemble Joze Burnik drei Langspielplatten,
welche bereits die Spitzenqualität der späteren „Alpski"-Zeit
erreichen. Joze‘s Studio-Trio wird hier erweitert um den
hervorragenden Trompeter Ivan Prešern. Die Titel der 3 LP sind:
Obletnica poroke (Hochzeitstag), Prijateljstvo (Freundschaft), Poje
trobenta (Es spielt die Trompete); letztere mit der Erstaufnahme von
Dobro jutro (Guten Morgen). Bild:
Ensemble Miha Dovzan mit Joze Burnik.
Alpski
kvintet - Alpenoberkrainer Das
Jahrzehnt mit diesem slowenischen Spitzenensemble bringt für Joze
Burnik stür-mische (slowenisch: burni) Zeiten und den Durchbruch zu
internationaler Berühmtheit: Zahlreiche Tourneen durch Westeuropa,
neben Österreich, Schweiz und Deutschland auch nach Frankreich, Italien,
Belgien, Luxemburg und Niederlande, dazu noch viele „Heimspiele"
für die wachsende Zahl der treuen Fans in Slowenien. Pro Jahr gehen bis
zu 200 Auftritte über die Bühne. Freizeit
gibt’s praktisch nicht, da das Ensemble ständig neue Aufnahmen
einstudiert, zu einem großen Teil Burnik’sche Kompositionen. Mit Joze
als Akkordeonist entstehen in Slowenien acht, im deutschsprachigen Raum
18 Produktionen (LP, Kasetten, CD; bei Tyrolis, VM Records, MCP Records,
RCA, Koch Records u. a. Musikverlagen). Titel der 5 Goldene
Schallplatten: Goldene Klänge der Alpenoberkrainer, Schöne
Urlaubs-zeit, Alpen-Weihnacht, Grüße aus der Heimat, Trachtenfest.
Diamantene Schallplatte: Musik ist unser Leben (250.000 verkaufte
Exemplare). Der
typische „Alpski"-Stil wird von immer mehr Gruppen in Österreich,
Deutschland und der Schweiz kopiert. 1983 muß Joze Burnik wegen
Erkrankung (Bluthochdruck-Krise) als Akkordeonist ausscheiden. Als
Komponist bleibt er für das Ensemble weiter tätig und schreibt für
jede Neuproduktion mindestens vier Kompositionen. Bild: Alpski
kvintet mit Joze Burnik.
Um wieder gesund zu werden,
ändert Joze grundlegend seinen Lebensstil, achtet auf einen geregelten
Tagesablauf, gesündere Ernährung, mehr Sport, mehr Ruhepausen, weniger
Stress ... Zugleich übt er täglich auf der Zupan-Harmonika. Sozusagen
zum „Einspielen" tritt er 1984-85 mit der österreichischen
Showband Ligister Trio auf. 1985-1990:
Heimatlandecho Mit diesem
populären österreichischen Ensemble lebt Joze Burnik wieder richtig
auf, spielt eine temperamentvolle Harmonika und komponiert neue
Erfolgstitel. Die Gruppe hat zahlreiche Auftritte in Deutschland,
Österreich und der Schweiz. 14 mal sind sie im Musikanten-Stadel dabei,
1987 auch im slowenischen Fernsehen. In der Zeit mit Joze
entstehen sieben Langspielplatten, Kasetten und CD’s. Ihre Titel:
Musik und Sonnenschein, Reisefieber, Blauer Montag, Taufrischer Morgen,
Zuckerl für dich, Guten Tag, Einmal anders. Die 400 km von Škofja
Loka nach Wien, die Joze für Proben und Auftritte jede Woche hin und
zurück fahren muss, werden mit der Zeit eine zu hohe Belastung. Er
entschließt sich deshalb, 1990 zu einem weniger weit entfernten
Ensemble zu wechseln. Bild: Heimatlandecho mit Joze Burnik.
1990-1996:
Oberkarntensextet Auch für diese Amateur-Gruppe aus
Kärnten bringt Joze Burnik erfolgreiche Jahre mit vielen Auftritten in
Österreich, Deutschland, Schweiz und Italien. Drei Produktionen werden
aufgenommen: Die Musi kommt, Musik als Geschenk und Kleine Sterne.
Letztere erhält die Auszeichnung Goldene CD (25.000 verkaufte CD’s
und Kasetten). !996 beschließt Joze Burnik, die Auftritte im Ausland zu
beenden.
Ab
1996:
Selbstständige
Tätigkeit In der Zeit der Auftritte
mit österreichischen Gruppen nahm Joze Burnik auch mit befreundeten
Musikern in Slowenien mehrere Produktionen für das Radio- und
Fernseh-Archiv auf. Diese Tätigkeit führt er nun fort. Im Zeitraum
1987-97 entstehen insgesamt vier Kasetten: Vracam se v Slovenijo (Ich
kehre zurück nach Slowenien, 1987), Sonce srece (Sonne des Glücks,
1991), Dobro jutro, dober dan, Cigan (Guten Morgen, Guten Tag, Zigeuner,
1994) und Glasba je moj svet (Musik ist meine Welt, 1997) Zur Stammbesetzung des
Studio-Ensembles gehören seit den 90er Jahren Niko Zlobko (Gitarre) und
Franc Sever (Bass), wiederholt wirkt auch Joze’s Tochter Anja Burnik
als Flötistin mit. Im Jahr 2000 nimmt Joze Burnik mit seinem Ensemble
und Kurt Gärtner, einem langjährigen Freund aus Deutschland, eine
Produktion mit Akkordeon-Duett auf, die slowenische und westeuropäische
Elemente verbindet. Titel: Harmonika brez meja / Harmonika ohne Grenzen
(CD/Kasette; erscheint Febr. 2001). Seit Mitte der 90er Jahre
ist Joze Burnik zunehmend auch für andere Ensembles tätig, als
Komponist, Arrangeur, Produzent und Mentor. 1996 erhält er den Preis
für die beste Komposition auf dem Festival von Ptuj (Walzer V zivljenju
so poti /Im Leben gibt es Wege), gespielt vom Ensemble Ekart. 1997
gewinnt er er beim Festival „Slowenische Polkas und Walzer" mit
der Komposition Pticica / Vögelein, gespielt ebenfalls vom Ensemble
Ekart. Als anerkannter Fachmann für volkstümliche Musik in Slowenien
wirkt er bei sechs verschiedenen Wettbewerben in der Jury mit. Bild:
Ensemble Joze Burnik. Als Mentor hilft er vor
allem jüngeren Musikgruppen bei ihren Projekten. Er betreut an die
zwanzig Ensembles in Slowenien und anderen europäischen Ländern.
Ständig arbeitet er als Komponist mit dem Alpski Kvintet, Heimatland-Echo,
Alpenland - Quintett und den Original Mooskirchnern zusammen.
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