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Ensemble Joze Burnik
In erster Linie ist dies
ein Studio-Ensemble, das zu Aufnahmen zusammenkommt. In Einzelfällen
trat es auch life bei Konzerten und anderen Veranstaltungen auf, nicht
aber bei Volksfesten und ähnlichen Anlässen, wo auch Stimmungsmusik
erwartet wird. Während der ganzen Zeit, in der Joze mit anderen
Ensembles spielte, machte er parallel dazu immer wieder auch Aufnahmen
mit dem eigenen Ensemble.
Es begann 1966 mit dem
Trio Joze Burnik (Akkordeon, Rhythmusgitarre, E-Bass), das im Fernsehen
erfolgreich am Wettbewerb slowenischer Ensembles teilnahm. Damals wurde
Joze von den Berufsmusikern Kajetan Zupan (Gitarre) und Pavle Oman (Bass)
begleitet. Bei den folgenden Aufnahmen bei Radio Ljubljana begann
auch eine längere Zusammenarbeit mit Milan Izgoršek (Gitarre) und Joze
Hribar (Bass), mit denen Joze gleich vier sehr anspruchsviolle
Eigenkompositionen aufnahm.
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In der Zeit 1970-1973, als
Joze Burnik im Ensemble Miha Dovzan engagiert war, nahm er parallel dazu
auch mit einem eigenen Trio auf. Gitarre spielte Miha’s Bruder Ive
Dovzan, E-Bass Boris Vede (vom Ensemble Boris Kovacic). In dieser Zeit
entstanden zunächst zwei Single-Platten (Za rojstni dan / Zum
Geburtstag und Zadnja polka / Die letzte Polka) mit Ivanka Kraševec und
Miha Dovzan als Sänger.
Die instrumentale
Trio-Besetzung
erweitert sich dann bald um einen hervorragenden Trompeter, den mit Joze
Burnik befreundeten Ivan Prešern. Mit ihm nehmen sie drei
Langspielplatten auf, welche bereits die Spitzenqualität der späteren
„Alpski“-Zeit erreichen. Die Titel der 3 LP sind: Obletnica poroke (Hochzeitstag),
Prijateljstvo (Freundschaft), Poje trobenta (Es spielt die Trompete);
letztere mit der Erstaufnahme von Dobro jutro (Guten Morgen), Joze’s
berühmtester Komposition, die später von anderen Gruppen und
Orchestern Europas in über 200 verschiedenen Versionen aufgenommen
wurde.
In den Jahren mit dem
Alpski Kvintet (Alpenoberkrainer, 1973-1983) ist Joze Burnik zeitlich so
ausgebucht, dass sein eigenes Ensemble pausieren muss. Zahlreiche seiner
besten Kompositionen nimmt Joze mit dem Alpski Kvintet auf und erreicht
mit dieser Spitzengruppe den Durchbruch zu internationaler Berühmtheit.
1985 entsteht die Kasette
„Zuckerl für dich“, die eigentlich in erster Linie für den
deutschsprachigen Raum gedacht war, aber auch mit slowenischem Gesang
aufge-nommen wird (Titel: Ljubezen, ljubezen). Dabei beginnt eine engere
Zusammenarbeit mit dem berühmten Boris Kovacic, einem der besten Kenner, Komponisten und Produzenten der volkstümlichen Musik in
Slowenien. Spitzenmusiker aus seinem ehemaligen Ensemble nehmen mit Joze
auf: Trompete Tone Grcar, Klarinette Franc Trzan, Gitarre Milan Ferlez,
E-Bass Boris Vede, Bariton Tone Kuder; Gesang Marjana Urankar und Lado
Brnot; Produzent Boris Kovacic.
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Während seiner Zeit beim
Heimatlandecho (1985-1990) produziert Joze Burnik zwei slowenische
Kasetten, zunächst Vracam se v Slovenijo (Rückkehr nach Slowenien).
Die Texte singen Marjana Urankar und Braco Koren. TV Slovenija über-nimmt
fast alle Titel in sein Archiv und sendet sie noch heute oft. Die Polka
Spet v Mengšu (mit drei Harmonikas) dient einige Zeit als
Erkennungsmelodie einer Volksmusiksendung. Auf der zweiten Kasette Sonce
srece (Sonne des Glücks) ist Nadia Fabris als Sängerin dabei. Auch
hier wird eine Polka (Vsako jutro) ab 1990 zur Erkennungsmelodie einer
Sendung (Radio Plus).
Im Jahr 1992 arrangiert
Joze Burnik eigene Instrumental-Hits für eine neue Besetzung und nimmt
sie mit folgenden Musikern auf: Akkordeon J. Burnik, Zither Miha Dovzan,
Gitarre Niko Zlobko, Bass Franc Sever, Klarinette Tomaz Zlobko. Auch im
neuen Gewand sind Polkas wie Dobro jutro (Guten Morgen) oder Polka-Express bei Radio Slovenija herzlich
willkommen.
Mit
denselben Musikern, zusätzlich aber erstmals mit Querflöte, die Joze’s Tochter Anja Burnik
spielt, erscheint 1994 beim Helidon-Verlag
die Kasette Dobro jutro, dober dan, Cigan (Guten Morgen, Guten Tag,
Zigeuner). Als Sängerin wirkt Nadia Fabris mit, teilweise kommt Jozica
Svete hinzu.
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Bei
der Kasette Glasba je moj svet (Musik ist meine Welt) im Jahr 1997 nennt
sich das Ensemble „Joze Burnik s prijatelji“ (J. Burnik mit seinen
Freunden). Die instrumentale Besetzung ist erweitert um Trompete (Velimir
Piskac) und Klarinette (Mitja Sever). Zusammen mit der Querflöte (Anja
Burnik) bilden sie einen dreistimmigen Bläsersatz, der in der
slowenischen volkstümlichen Musik neu ist. Beim Gesang kommt zu Nadia
Fabris der Baritonist Janez Triler, Mitglied des Slovenski Oktet, hinzu.
Im
Jahr 2000 nimmt Joze Burnik mit seinem Ensemble und Kurt Gärtner, einem
lang-jährigen Freund aus Deutschland, eine Produktion mit Akkordeon-Duett
auf, die slowenische und westeuropäische Elemente verbindet. Titel: Harmonika brez meja / Harmonika ohne Grenzen
(CD/Kasette;
erscheint Febr. 2001). Den Gesang übernehmen in Slowenien Janez Triler
und Saška Kolaric, für die deutschsprachige Ausgabe die Sänger des österreichischen
Ensembles Heimatlandecho.
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